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Bitcoin & Co. verkaufen: Der richtige Zeitpunkt – und wie du vorgehst

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Anfänger
Im Kreis rotierende Coins
Wichtigste Erkenntnisse:
– Um zu wissen, wann man Bitcoin oder andere digitale Vermögenswerte verkaufen sollte, muss man Entscheidungen an den eigenen finanziellen Zielen, Marktzyklen und der eigenen Risikotoleranz ausrichten.

– Emotionale Verkäufe digitaler Assets aufgrund von FOMO, Panik oder Hype können teuer werden. Eine klare Strategie sorgt dafür, dass du mit Blick auf dein Portfolio diszipliniert und sachlich entscheidest.

– Der Verkauf von Kryptowährungen ist steuerlich relevant und hat Auswirkungen auf das Portfolio. Wenn du diese Punkte vorab verstehst und berücksichtigst – besonders in Phasen hoher Volatilität oder wenn Panik aufkommt – kannst du Gewinne besser absichern und spätere Enttäuschungen vermeiden.

Im Kryptobereich geht es beim Bestimmen des optimalen Verkaufszeitpunkts um mehr als nur das Prinzip „Günstig kaufen, teuer verkaufen“. Man muss nämlich auch wissen, wie man seine gehaltenen BTC oder anderen Krypto-Assets verkaufen kann. Das liegt schlicht daran, dass Kryptowährungen ein vergleichsweise junger Markt, der anders tickt und oft sehr volatil ist. Daher lohnt es sich, als Investor strategisch vorzugehen.

Zu versuchen, den richtigen Zeitpunkt für Kauf oder Verkauf exakt zu bestimmen, ist meist kontraproduktiv. Im Laufe der Jahre haben sich jedoch einige Strategien bewährt, die dir die Entscheidung über den Verkauf deiner Kryptos leichter machen. Du könntest, statt dich von emotionalen Impulsen oder kurzfristigen Schwankungen leiten zu lassen, Ausstiege basierend auf persönlichen Zielen, Marktbedingungen und deiner Risikotoleranz planen.

Kurz gesagt: Entscheidend ist, dass du eine passende Verkaufsstrategie hast – und weißt, wann der richtige Moment für die Entscheidung ist, BTC oder andere digitale Assets zu veräußern.

Heute schauen wir uns zentrale Prinzipien und Strategien an, die dir als Leitfaden für deine Entscheidung über den Verkaufszeitpunkt von Assets dienen können. Dabei stützen wir uns auf fundierte Erkenntnisse und grundlegende Anlageweisheiten.

Wann man Bitcoin und Kryptos verkaufen sollte: Persönliche Ziele verstehen

Bevor du dir überhaupt Gedanken über den Zeitpunkt deines Kryptoverkaufs machst, solltest du hundertprozentig sicher sein, dass dieser mit deinen individuellen finanziellen Zielen im Einklang steht.

Diese Ziele bilden die Grundlage jeder Investitionsentscheidung, und Kryptowährungen sind dabei keine Ausnahme.

Ohne klar definierte Ziele besteht die Gefahr, dass du Entscheidungen aus dem Bauch heraus triffst. In jedem Markt führen solche Impulsentscheidungen tendenziell eher zu Risiken als zu Chancen.

  • Nehmen wir einmal an, ein Investor kauft Kryptos mit dem konkreten Ziel, Geld für eine Anzahlung für ein Haus anzusparen, eine Altersvorsorge aufzubauen oder sein Portfolio zu diversifizieren. Wenn die Anlage einen bestimmten Wert erreicht, dem jeweiligen Ziel entspricht, könnte es Zeit werden, sie zu verkaufen – ungeachtet der kurzfristigen Marktentwicklung.

Indem du Gewinne realisierst, sobald du dein Ziel erreicht hast, stellst du sicher, dass deine Investition den beabsichtigten Zweck erfüllt und du dich nicht von deinen übergeordneten finanziellen Zielen abbringen lässt.

In der Vergangenheit haben erfolgreiche Kryptoinvestoren häufig verkauft, wenn sie bestimmte Ziele erreicht hatten. Bitcoin-Anleger, die während der Kurstiefs 2017 gekauft und dann im Jahr 2021 wieder verkauft haben, konnten beträchtliche Gewinne erzielen. Ein Beispiel: Wer Anfang 2017 rund 1.000 US-Dollar in Bitcoin investierte – zu einem Kurs von etwa 963 US-Dollar pro BTC – hatte bis 2021 einen Wert von über 62.000 US-Dollar erreicht. Heute, da der Bitcoin-Kurs bei über 100.000 US-Dollar liegt, wäre dieselbe Investition etwa 103.800 Dollar wert.

Kryptomarktzyklen: Den richtigen Ausstiegszeitpunkt erkennen

Im Web3 ziehen die Kurse in Bullenmärkten oft stark an und geben in Bärenmärkten deutlich nach. Das geschieht derart häufig, dass es auffällt. Diese Zyklen zu erkennen und die Marktstimmung zu verstehen, ist eine hervorragende Möglichkeit, deine optimale Verkaufsstrategie zu entwickeln.

  • In einem Bullenmarkt ist es häufig ratsam, Gewinne mitzunehmen. Wenn der Markt einen Höchststand erreicht, besteht die Gefahr einer Überbewertung. In solchen Phasen einen Teil deines Bestands zu verkaufen, kann dir helfen, Gewinne mitzunehmen, bevor es zu einer Marktkorrektur kommt. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es nahezu unmöglich ist, Kurshöchststände präzise vorherzusagen.
  • Umgekehrt kippt die Stimmung bei einem Bärenmarkt, wenn die Kurse stark fallen, schnell ins Negative – dann ist es wichtig, die eigene Anlagethese und Strategie neu zu bewerten. Panikverkäufe könnten dazu führen, dass du eine bevorstehende Erholung auslässt.

Wie du Bitcoin und Kryptos verkaufen kannst

Im Folgenden haben wir einige Strategien und Vorgehensweisen aufgeführt, mit denen du abhängig von deinem Portfolio und deiner finanziellen Situation herausfinden kannst, wie du deine BTC und anderen digitalen Vermögenswerte am besten verkaufst.

Die besten Strategien zum Verkaufen von Bitcoin und Kryptos

Kryptowährungen sind ein relativ neues Phänomen und weisen nach wie vor eine hohe Volatilität auf. Der Markt reagiert äußerst schnell auf Gerüchte und Neuigkeiten. Fear of Missing Out (FOMO), Copium, Hopium, Panikverkäufe, Rug Pulls und andere irrationale Auslöser prägen den Kryptomarkt. Aufgrund dieser Faktoren gehen Menschen ihre Anlagestrategie oft wie ein Würfelspiel an – ohne die Marktsituation zu berücksichtigen.

Eine disziplinierte Strategie mit klaren Regeln trägt dazu bei, den Einfluss solcher Emotionen zu reduzieren, und erhöht deine Chancen, langfristig echte Wertsteigerungen zu erzielen.

Indem du frühzeitig festlegst, wie du Kryptos verkaufen möchtest, sorgst du dafür, dass deine Entscheidungen auf Logik und Zielen basieren – statt dich von kurzfristigen Marktschwankungen leiten zu lassen.

Die 2x-Regel

Auch wenn es nicht möglich ist, den perfekten Verkaufszeitpunkt exakt zu bestimmen, könnte es eine einfache Strategie geben: Du verkaufst deine ursprüngliche Investition, sobald sich ihr Wert verdoppelt hat (oder sobald ein festgelegter Gewinn erreicht ist, beispielsweise 30 %). Den restlichen Teil deiner Position lässt du weiterlaufen.

Dieser Ansatz sichert Gewinne und gewährleistet, dass du deine ursprüngliche Investition im Falle eines Marktabschwungs nicht verlierst. Viele Anleger haben diese „2x-Regel“ erfolgreich angewandt.

Wenn du beispielsweise 50 % deiner Bitcoins verkaufst, nachdem sich ihr Wert verdoppelt hat, ist deine ursprüngliche BTC-Investition unabhängig vom weiteren Kursverlauf abgesichert, und du hast bereits einen Teil der Gewinne realisiert.

Wenn du ein Ledger-Gerät besitzt, stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Verwaltung deiner Assets zur Verfügung.

Durchschnittskosteneffekt (DCA)

Als Durchschnittskosteneffekt (oder Dollar Cost Averaging, DCA) bezeichnet man den Kauf von Kryptos in kleinen, konstanten Schritten. Dieses Prinzip lässt sich jedoch auch auf den Verkauf anwenden. Beim DCA-Kauf investierst du in regelmäßigen Abständen einen festgelegten Betrag in einen Vermögenswert wie beispielsweise eine Kryptowährung investiert, und zwar unabhängig vom aktuellen Kurs.

Du könntest etwa beschließen, jeden Monat 500 Euro in Bitcoin zu investieren, unabhängig davon, ob der Preis bei 30.000 Euro, 60.000 Euro oder sogar 100.000 Euro liegt. Der DCA-Verkauf funktioniert ähnlich, jedoch in umgekehrter Richtung. Anstatt schrittweise zu kaufen, veräußerst du im Laufe der Zeit Teile deiner Kryptobestände. Der Kerngedanke besteht darin, in regelmäßigen Zeitabständen einen festgelegten Betrag oder prozentualen Anteil deiner Anlage abzustoßen.

Anstatt also deine gesamte Position auf einen Schlag zu verkaufen, veräußerst du beim DCA-Verkauf über einen bestimmten Zeitraum hinweg immer einen festen Betrag oder Anteil deiner Bestände. Diese Strategie mindert das Risiko, zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen, und glättet Preisschwankungen über einen längeren Zeitraum. Allerdings solltest du beachten, dass schon ein kleiner Auslöser zu einem Absturz des Markts führen kann, was im Kryptobereich recht häufig vorkommt. Wenn du (je nach Kaufposition) zum falschen Zeitpunkt verkaufst, kann das zu unerwarteten Verlusten führen.

Solltest du diese Strategie in Betracht ziehen, ist es ratsam, die Ein- und Ausstiegspreise bei stabileren Marktbedingungen festzulegen. Auch wenn DCA (bei Kauf oder Verkauf) für volatile Zeiten gedacht ist, kann die Einführung der Strategie in relativ stabilen Zeiten den unmittelbaren Psychostress reduzieren.

Ebenso, wie DCA beim Kauf Kursschwankungen glättet und zu einem günstigeren durchschnittlichen Einstiegspreis führen kann, funktioniert das Prinzip auch beim Verkauf. Es ist sogar möglich, diese Form des DCA-Verkaufs mit Ledger Wallet umzusetzen. Zu diesem Zweck öffnest du den Entdecken-Bereich in Ledger Wallet und wählst Mercuryo oder BTC Direct aus. Dann öffnest du die gewählte App, wählst die Option „Regelmäßiger Kauf“ aus und gehst zu „Verkaufen“. Anschließend kannst du festlegen, wie oft du Kryptos verkaufen und welchen Betrag du dir auszahlen lassen möchtest.

Jetzt sind dank der neuen Ledger-Integrationen Kryptokäufe mit Ledger Wallet einfacher und sicherer als je zuvor. Diese leistungsstarke Funktion ermöglicht es dir, regelmäßige Käufe beliebter Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Solana und Ripple auf einer sicheren zentralen Plattform einzurichten.

Durch DCA-Verkauf kannst du dagegen den Frust vermeiden, der entsteht, wenn man versucht, den perfekten Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf zu erwischen. In einem volatilen Markt wie dem Kryptomarkt stellt ein gestaffelter Verkauf sicher, dass du bei Kursanstiegen nicht zu gierig und bei Kursrückgängen nicht zu ängstlich wirst.

Gewinne mitnehmen

In Kryptokreisen hört man häufig den Satz „Always TP“ – kurz für „Always Take Profits“, also: Gewinne konsequent mitnehmen. Das bedeutet, dass du dich nicht scheuen solltest, ein Token zu verkaufen, wenn du damit Geld verdient hast – ganz gleich, was die Krypto-Community bei X (Twitter) oder deine Freunde dazu sagen.

Das heißt jedoch nicht, dass du sofort verkaufen solltest, sobald du im Plus bist. Es besagt lediglich, dass Anleger es selten bereuen, mit Gewinn verkauft zu haben – jedoch häufig, zu gierig gewesen zu sein und Positionen in Erwartung weiterer Gewinne zu lange gehalten zu haben.

„Play with House Money“

Eine der effektivsten Strategien besteht darin, deine ursprüngliche Investition abzustoßen und den Rest weiterlaufen zu lassen. Das wird manchmal als „Playing With the House’s Money“ bezeichnet – auf Deutsch: mit dem Geld des Hauses spielen. Nehmen wir an, du hast 500 XRP zum Kurs von 1 US-Dollar gekauft und der Preis des Tokens hat sich seitdem verdoppelt. Wenn du nun 250 XRP verkaufst, bekommst du deine ursprüngliche Investition von 500 Dollar zurück und kannst den Rest halten, da es sich im Grunde um „geschenktes“ Geld handelt. Wenn du genug verkaufst, um deine Anfangsinvestition zu decken, kannst du dich ganz entspannt zurücklehnen, denn egal, was passiert: Du gehst in jedem Fall mit einem Gewinn aus dem Handel heraus.

Automatisierte Ausstiegsstrategie

Das Automatisieren deiner Ausstiegsstrategie könnte eine mögliche Vorgehensweise sein, um sicherzustellen, dass du deinen Plan auch wirklich umsetzt. Mit Limit-Orders oder Trailing-Stop-Loss-Orders kannst du exakt festlegen, unter welchen Marktbedingungen deine Kryptos verkauft werden sollen.

Nach der Einrichtung kannst du dich entspannen und den Marktbewegungen den Rest überlassen. Bei Erreichen bestimmter Kursziele wird automatisch mit Gewinn verkauft, bei Erreichen deiner Stops mit geringem Verlust. Hierfür musst du Folgendes konfigurieren:

  • Limit-Orders: Damit legst du einen konkreten Preis fest, zu dem du deine Kryptos verkaufen möchtest. Erreicht oder überschreitet der Marktpreis die Zielvorgabe, dann wird die Order automatisch ausgeführt, wodurch der gewünschte Gewinn erzielt wird.
  • Trailing-Stop-Loss-Orders: Dadurch wird dein Verkaufspreis automatisch an den steigenden Marktpreis angepasst, sodass du Gewinne mitnehmen und dich gleichzeitig gegen Kursverluste absichern kannst. Du kannst das Nachziehen des Marktpreises (Trailing) um einen bestimmten Prozentwert oder einen Geldbetrag festlegen. Verkauft wird, wenn der Preis um den festgelegten Schwellenwert gefallen ist.
  • Verkauf auf Grundlage technischer Indikatoren: Erfahrenere Trader stützen sich auf Berechnungen, die auf technischen Indikatoren zu Variablen wie Preis, Volumen oder offenen Positionen basieren. Diese Datenpunkte können hilfreich sein, um Markttrends zu prognostizieren und Verkaufschancen zu erkennen. Eine vollständige Analyse würde den Rahmen dieses Leitfadens sprengen. Zu den gängigen technischen Indikatoren zählen jedoch der Relative Strength Index (RSI), Moving Averages (MA), Bollinger-Bänder und MACD (Moving Average Convergence Divergence).

Portfolio neu gewichten

Eine regelmäßige Neugewichtung ist entscheidend, um eines diversifizierten und gut gestreutes Portfolio zu halten. Kryptowährungen können hochvolatil sein, d. h., ein vormals kleiner Teil deiner Anlagen kann innerhalb kürzester Zeit einen beträchtlichen Anteil an deinem Gesamtportfolio ausmachen. Bei einer Neugewichtung verkaufst du einen Teil deiner Krypto-Assets, um die ursprüngliche Zielallokation deines Portfolios wiederherzustellen.

Wenn beispielsweise der Preis des Bitcoin stark ansteigt und nun 70 % deines Portfolios ausmacht, könntest du einen Teil deiner BTC verkaufen, um wieder ein ausgewogeneres Verhältnis von vielleicht 50 % zu erreichen. Dadurch lassen sich nicht nur Risiken bewältigen, sondern auch Gewinne aus überdurchschnittlich performenden Anlagen sichern.

Im Jahr 2020 verzeichnete der Bitcoin einen Kursanstieg von 7.000 US-Dollar auf 63.000 US-Dollar. Anleger, die ihr Portfolio in diesem Zeitraum durch den Verkauf eines Teils ihrer Bitcoin-Bestände neu gewichteten, konnten so ihr Risiko in Bezug auf die extreme Volatilität von Bitcoin reduzieren und trotzdem Gewinne mitnehmen.

Wie man beim Verkauf von Kryptos und Bitcoin emotionale Fallstricke vermeidet

Kryptomärkte sind ausgesprochen anfällig für extreme Kursschwankungen, und diese Volatilität kann bei Abschwüngen zu emotionalen Entscheidungen aufgrund von FOMO (Fear of Missing Out) oder Panikverkäufen führen. Der Schlüssel zur Vermeidung dieser Fallstricke: Halte dich an deinen Plan! Lege eindeutige Regeln dafür fest, wann du verkaufen möchtest, und handle ohne zu zögern, sobald die entsprechenden Bedingungen gegeben sind.

Indem du einen systematischen Ansatz verfolgst, vermeidest du falsche Entscheidungen aus emotionalen Gründen.

Es hat sich gezeigt, dass emotionales Handeln sich oft negativ auf die Performance auswirkt. Eine Studie von Dalbar ergab, dass Anleger im Schnitt jährlich um 4 % hinter dem Markt zurückbleiben, was vor allem auf emotionale Reaktionen in volatilen Zeiten zurückzuführen ist.

Auch wenn es essenziell ist, einen Plan zu verfolgen, ist es gleichermaßen wichtig, flexibel zu bleiben. Kryptomärkte sind dynamisch, und neue Informationen oder Marktentwicklungen können es erforderlich machen, die eigene Strategie anzupassen.

Die Kryptowelt entwickelt sich rasant weiter. Als China beispielsweise 2021 ein hartes Vorgehen gegen das Krypto-Mining ankündigte, sank der Kurs des Bitcoin drastisch, erholte sich jedoch rasch wieder, da die Miner in andere Regionen auswichen. Anleger, die sich schnell an das veränderte Umfeld anpassten, konnten diese Schwankungen meistern.

Steuerliche Aspekte

Ein Faktor, der beim Verkauf von Kryptos häufig übersehen wird, aber eine entscheidende Rolle spielt, ist das Verständnis der steuerlichen Auswirkungen. Der Verkauf von Kryptowährungen ist in vielen Ländern ein steuerpflichtiges Ereignis, da Gewinne häufig als Kapitalerträge besteuert werden. Der Steuersatz hängt davon ab, wie lange du das Asset gehalten hattest. In manchen Ländern musst du für kurzfristige Gewinne (in der Regel für Assets mit einer Haltedauer von unter einem Jahr) einen höheren Steuersatz zahlen als für langfristige Anlagen.

So werden beispielsweise in den USA kurzfristige Kapitalerträge mit den üblichen Einkommenssteuersätzen besteuert, die bis zu 37 % betragen können. Langfristige Kapitalerträge aus Vermögenswerten, die seit mehr als einem Jahr gehalten werden, unterliegen hingegen einem niedrigeren Satz, der je nach Einkommen in der Regel zwischen 0 % und 20 % liegt.

Wenn du also Bitcoin für 5.000 US-Dollar gekauft und nach einem Jahr für 50.000 US-Dollar verkauft hast, würde der Gewinn von 45.000 US-Dollar als langfristiger Kapitalertrag besteuert werden, was zu einem deutlich niedrigeren Steuersatz im Vergleich zu einem kurzfristigen Verkauf führen würde. Dieser Unterschied kann erhebliche Auswirkungen auf deinen Gewinn nach Steuern haben.

Wann du Bitcoin und Kryptos nicht verkaufen solltest

Wir haben ausführlich darüber gesprochen, wann man Kryptos verkaufen sollte. Aber wann genau sollte man das nicht tun? Zum Beispiel nach einem Blitzcrash, der einen starken Rückgang aller Anlagekurse verursacht hat. Unter diesen Umständen kann der Markt nämlich in ein Überangebot rutschen. In der Regel erholen sich Kryptokurse, nachdem dem Abklingen des ersten Schocks relativ schnell wieder. So könnten etwa ein größerer globaler Konflikt, eine Pandemie oder ein Handelsstreit zu einem vorübergehenden Marktabschwung führen.

In den meisten Fällen ist es nach einem solchen Ereignis unklug, seine Kryptos zu verkaufen. In Zeiten hoher Volatilität reagieren die Märkte häufig emotional, und es ist durchaus nachvollziehbar, dass man verkaufen möchte, da alle anderen dies ebenfalls zu tun scheinen und die Marktstimmung von FUD (Fear, Uncertainty & Doubt, also Sorge, Unsicherheit und Zweifeln) geprägt ist.

Dieselbe Denkweise, die deine Verkaufsstrategie bei steigenden Märkten und Gewinnen leiten sollte, muss auch bei fallenden Märkten und Verlusten angewendet werden. Unabhängig von den Bedingungen und der Performance deines Portfolios solltest du FOMO vermeiden und niemals in Panik verkaufen. Stattdessen solltest du einen Plan ausarbeiten und dich auch daran halten. Dann werden die Anwendung dieser Leitprinzipien und das Verkaufen von Kryptos genauso selbstverständlich wie der Kauf.

Fazit: Ein wohlüberlegter Ansatz für den Kryptoverkauf

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für die Entscheidung, wann man seine Kryptos verkaufen sollte, eine Kombination aus strategischer Planung, Marktkenntnis und emotionaler Disziplin erforderlich ist. Versuche nicht, Zeitpunkte am Markt perfekt zu treffen, sondern richte dein Augenmerk auf deine individuellen finanziellen Ziele, beobachte Marktzyklen und setze strukturierte Strategien wie DCA, Stop-Loss-Orders und Gewinnziele um. Mach dir alle steuerlichen Auswirkungen bewusst und nutze die Möglichkeit einer Neugewichtung, um Risiken zu beherrschen.

Durch das Festhalten an einem Plan, das Vermeiden emotionaler Entscheidungen und die Bereitschaft zur Anpassung kannst du dich sicher auf dem volatilen Kryptomarkt bewegen. Bedenke auch stets: Eine Verkaufsentscheidung ist eine höchst persönliche Angelegenheit und sollte mit deinen Zielen, deiner Risikobereitschaft und deiner langfristigen Finanzstrategie im Einklang stehen.

FAQ zum Kryptoverkauf

Sollte ich meine Bitcoin verkaufen?

Der Bitcoin ist die Kryptowährung mit der höchsten Marktkapitalisierung. Er gibt häufig Aufschluss darüber, in welche Richtung sich der Markt zu einem bestimmten Zeitpunkt entwickelt oder in welchem Zustand er sich befindet. Das Verkaufen deiner Bitcoins ist eine individuelle Finanzentscheidung, die von mehreren Faktoren abhängt, etwa deiner aktuellen finanziellen Situation oder der Frage, wie du dein Kryptoportfolio verwalten möchtest. Wenn du den Verkauf von Bitcoin in Betracht ziehst, solltest du unbedingt das Potenzial für zukünftiges Wachstum gegen deine aktuellen finanziellen Bedürfnisse und deine persönliche Risikobereitschaft abwägen.

Ist die Veräußerung von Kryptowährungen steuerpflichtig?

Die Auszahlung von Kryptowährungen – etwa beim Umtausch in Fiatwährungen wie US-Dollar oder Euro– gilt in den meisten Ländern grundsätzlich als steuerpflichtiges Ereignis. Das liegt daran, dass der Vorgang als Veräußerung eines Vermögenswerts behandelt wird. Mehrheitlich betrachten Steuerbehörden Kryptowährungen als Vermögenswert und nicht als Währung. Daher wird bei einer Auszahlung ein Gewinn oder Verlust realisiert, der sich aus der Differenz zwischen dem erhaltenen Betrag und den Anschaffungskosten ergibt – also dem Betrag, den du beim Kauf der Kryptowährung bezahlt hast.

Wie werden meine Gewinne bzw. Verluste bei Kryptowährungen besteuert?

Wenn du deine Assets in eine Fiatwährung oder eine andere Kryptowährung umtauschst, löst du ein steuerpflichtiges Ereignis aus. Der Gewinn oder Verlust berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Verkaufswert und deinen Anschaffungskosten. Wenn du Kryptos mit Verlust verkaufst, kannst du damit Gewinne ausgleichen und so deine Steuerschuld reduzieren. Andernfalls unterliegst du der Steuerpflicht auf den erzielten Gewinn, der in Ländern wie Großbritannien als Kapitalertrag eingestuft wird.

Wo kann man Kryptos verkaufen?

Du kannst Kryptowährungen wahlweise auf P2P-Marktplätzen direkt an andere Käufer veräußern, persönlich gegen Barzahlung verkaufen oder Fiat-Gateways nutzen, die in viele beliebte Börsen und Wallets, wie etwa auch Ledger Wallet, integriert sind.


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