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Was ist eine Multisig-Wallet?

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Graues geschlossenes Band auf violettem Hintergrund.
Wichtigste Erkenntnisse:
– Eine Multisignatur-Wallet (kurz „Multisig-Wallet“) ist eine Krypto-Wallet, die für die Autorisierung von Transaktionen mehrere Signaturen verlangt.

– Multisig-Wallets sind unter DAOs und Web3-Unternehmen beliebt, weil sie die Finanzverwaltung vereinfachen.

– Multisig-Wallets bieten Sicherheit und Transparenz für das Web3-Ökosystem, erfordern jedoch für die Einrichtung ein gewisses Maß an technischem Wissen.

Beim Web3 geht es häufig um die Zusammenarbeit mit großen Gruppen anonymer Nutzer im gesamten Internet. Blockchain-Netzwerke beispielsweise erfordern für einen ordnungsgemäßen Betrieb die Beteiligung von Computern auf der ganzen Welt. In ähnlicher Weise nutzen dezentrale autonome Organisationen (DAOs) Governance-Token, um einer großen Anzahl von Community-Mitgliedern die Abstimmung über wichtige Protokollentscheidungen zu ermöglichen.

Wer also soll die Schlüssel einer gemeinsamen Krypto-Wallet verwalten, falls einer Organisation die Führungsinstanz abhandenkommt? Was geschieht beispielsweise, wenn ein CFO seine Pflichten verletzt oder ein Buchhalter beschließt, eine längere Auszeit zu nehmen? In solchen Situationen kann es zu Vertrauensproblemen führen, wenn eine einzige Stelle oder Person die Assets verwaltet – und das konterkariert den Zweck der Dezentralisierung.

Genau hier setzen Multisig-Wallets an. Multisig-Wallets ermöglichen eine sichere, transparente und dezentrale Verwaltung gemeinsamer Finanzmittel.

Aber was genau ist eine solche Multisignatur-Wallet, und wie funktioniert sie?

Machen wir uns ans Eingemachte.

Was ist eine Multisig-Wallet?

Eine Multisig-Wallet (auch als „gemeinsame Wallet“ bezeichnet) ist eine Wallet-Variante, die zum Validieren und Ausführen von Transaktionen mehrere Signaturen vorsieht. Anders als herkömmliche Krypto-Wallets, die auf einem einzigen privaten Schlüssel basieren, werden Multisig-Wallets mit einer vordefinierten Anzahl von Schlüsseln eingerichtet, die von verschiedenen Personen oder Stellen an unterschiedlichen geografischen Standorten verwahrt werden.

Krypto-Wallets verwenden für die Durchführung von Transaktionen und Verwaltung digitaler Assets in der Regel Paare aus öffentlichen und privaten Schlüsseln. Bei einer Einzelsignatur-Wallet benötigt man lediglich einen einzigen privaten Schlüssel, um Transaktionen zu autorisieren. Wenn dieser Schlüssel verloren geht oder in falsche Hände gerät, sind deine Kryptos nicht mehr zugänglich. Daher bist allein du für den Schutz der Assets in deiner Wallet verantwortlich.

Die Multisig-Technologie hingegen basiert auf gemeinsamer Verantwortung und Konsensfindung. Hiermit können zwei oder mehr Benutzer Transaktionen gemeinsam signieren. Multisig-Wallets generieren also mehrere private Schlüssel, die über einen Smart Contract an mehrere Beteiligte vergeben werden können.

Du kannst damit einen Mindestwert erforderlicher Signaturen (z. B. 2 von 3 oder 3 von 5) vordefinieren, um sicherzustellen, dass Beträge nur bei Erreichen dieses Quorums überwiesen werden können. Damit ist die Wiederherstellung des Guthabens selbst dann möglich, wenn ein Schlüssel verloren geht oder unzugänglich wird. In DAOs, Unternehmen und institutionellen Einrichtungen schützt eine solche Funktion vor Machtmissbrauch und minimiert das Risiko einer unbefugten oder betrügerischen Verwendung von Geldern.

Wofür ist eine Multisig-Wallet gut?

Eine Multisig-Wallet implementiert eine zusätzliche Sicherheitsebene und fördert gemeinsame Verantwortung. Sie stellt eine praktische Möglichkeit dar, Kontrolle zu verteilen, einen Konsens zu erzielen und Single Points of Failure beim Verwalten eines gemeinsamen Guthabens zu minimieren.

Daher eignen sich gemeinsame Wallets beispielsweise in folgenden Szenarios:

  • DAOs: DAOs sind auf gemeinsame Ressourcen und Finanzmittel angewiesen, um ihre Initiativen umzusetzen. Durch die Verwendung gemeinsamer Multisig-Wallets können Mitglieder von DAOs Transparenz und eine faire Nutzung in ihren Prozessen für Vorschläge, Abstimmungen sowie die Verwaltung und Zuweisung von Mitteln gewährleisten. Durch das Erzwingen eines Konsenses mehrerer Teilnehmer für die Mittelvergabe werden betrügerische Aktivitäten und Missbrauch unterbunden.
  • Verwalten von Unternehmensfinanzen: Unternehmen und DApps nutzen Multisig für ihre Finanzverwaltung. Dieser Ansatz verteilt die finanzielle Kontrolle auf mehrere Hauptentscheidungsträger und mindert gleichzeitig das Risiko einer Veruntreuung von Geldern. In einem Unternehmen stellt dieses Vorgehen beispielsweise sicher, dass große Transaktionen die Genehmigung mehrerer Führungskräfte erfordern, die Zugriff auf das Unternehmensvermögen haben.
  • Treuhanddienste: Bei Transaktionen, bei denen ein Dritter Guthaben bis zur Erfüllung bestimmter Bedingungen verwahrt, stellt eine Multisig-Wallet sicher, dass alle beteiligten Parteien an der Freigabe der Mittel beteiligt sind. Das sorgt für deutlich mehr Transparenz und Sicherheit bei Treuhandtransaktionen auf der Blockchain.
  • Absicherung erheblicher persönlicher Beteiligungen: Multisig-Wallets bieten Nutzern mit beträchtlichen Kryptobeständen ein höheres Maß an Sicherheit. Hierbei entsteht eine zusätzliche Schutzebene, wodurch die Schlüssel an vertrauenswürdige Angehörige oder auf verschiedene geografische Standorte verteilt werden können.

Wie funktioniert eine Multisig-Wallet?

Wenn ein Nutzer eine Blockchain-Transaktion auslöst, ist eine Signatur erforderlich, um zu bestätigen, dass der Nutzer über ausreichend Coins und den gültigen privaten Schlüssel verfügt, um die Transaktion durchzuführen. Bei einer Einzelsignatur-Wallet signiert lediglich der Urheber die Transaktion. Bei Multisig-Konfigurationen hingegen sind für Transaktionen die Genehmigungen mehrerer Benutzer oder Geräte erforderlich.

Eine Multisig-Wallet kann auf zweierlei Weise konfiguriert werden:

  • M-von-N-Konfiguration: Zum Genehmigen einer Transaktion wird eine bestimmte Mindestanzahl von Signaturgebern benötigt. Typische Konfigurationen umfassen 2 von 3, 3 von 5, 5 von 7 usw. Beispielsweise müssen bei einer 3-von-5-Wallet mindestens drei von insgesamt fünf Beteiligten die Transaktion validieren, damit sie ausgeführt werden kann.
  • N-von-N-Konfiguration: Hierbei müssen alle Beteiligten oder Mitsignaturgeber eine Transaktion validieren, damit sie ausgeführt und verarbeitet werden kann. Beispielsweise erfordert eine 3-von-3-Konfiguration, dass alle Parteien mit ihren jeweiligen privaten Schlüsseln die Transaktion signieren, damit sie als gültig angesehen wird.

Die Teilnehmer, die auch als Copayer (Mitzahlende) bezeichnet werden, richten ihre jeweils eigenen Wallets ein und erstellen ihre eigenen kryptografischen Schlüsselpaare. Im Idealfall kann jeder Copayer eine Transaktion veranlassen, jedoch bleibt diese so lange ausstehend, bis die anderen Parteien signiert haben.

Wenn eine Transaktion mit einer Multisig-Wallet eingeleitet wird, muss jeder Copayer diese separat mit seinem privaten Schlüssel signieren. Die Wallet bestätigt dann die Gültigkeit der Signaturen. Sobald eine ausreichende Anzahl von Signaturen vorliegt, um die Genehmigungsschwelle zu erreichen, wird die Transaktion genehmigt. Anschließend wird sie an das Blockchain-Netzwerk übertragen.

Angenommen, eine Web3-DAO bestünde aus fünf Kernmitgliedern: Alice, Bob, Charlie, David und Emily. Diese fünf Personen unterhalten eine Multisig-Wallet zur Verwaltung der DAO-Finanzen. Nehmen wir nun weiter an, die Wallet verwendet eine 3-von-5-Multisig-Konfiguration, dann ist die Zustimmung von mindestens drei Beteiligten erforderlich, um Transaktionen auszuführen.

Erhält die DAO eine Zahlung, dann schlägt Alice, die Finanzmanagerin, eine Transaktion zur Zuweisung von Mitteln an ein Community-Projekt vor, leitet diese ein und signiert sie mit ihrem privaten Schlüssel. Sie erstellt einen Transaktionsvorschlag im Governance-Forum der DAO, worin sie die Projektdetails darlegt.

Die anderen vier Mitglieder prüfen den Vorschlag und stimmen über die Governance-Plattform der DAO ab. Damit diese Transaktion validiert und ausgeführt werden kann, müssen mindestens zwei weitere Mitglieder dafür stimmen.

Bob, Charlie und David unterstützen den Vorschlag und unterzeichnen mit ihren jeweiligen privaten Schlüsseln. Sobald die Multisig-Wallet bestätigt, dass die Signaturschwelle erreicht ist, führt die Blockchain die Transaktion aus und weist die Mittel gemäß dem Vorschlag zu.

Einzelsignatur- und Multisig-Wallets im Vergleich

Multisig-Wallets unterscheiden sich von Einzelsignatur-Wallets durch ihre Transaktionskomplexität, Transparenz und Sicherheit. Sehen wir uns die wichtigsten Vor- und Nachteile der Verwendung einer Multisig-Wallet für eure Community einmal an.

Der Nutzen von Multisig-Wallets

Sicherheit

Eines der zentralen Versprechen einer Multisig-Wallet ist ihr unübertroffenes Sicherheitsniveau. Selbst wenn ein Schlüssel kompromittiert werden sollte, benötigt ein Angreifer dennoch Zugriff auf andere Schlüssel, um die Kontrolle über die Wallet zu erlangen. Durch die gleichmäßige Verteilung der Signierbefugnisse auf mehrere Berechtigte eliminieren Multisig-Wallets daher die mit einer Einzelsignatur-Wallet mit nur einem Schlüsselverwalter verbundenen Risiken. Außerdem wird so sichergestellt, dass unredliche Teammitglieder nicht mit dem Geld verschwinden können.

Man kann sich das ähnlich wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vorstellen, die man zum Anmelden bei verschiedenen Online-Diensten nutzt: Der Zugriff auf das Konto ist nur mit Bestätigungscodes mehrerer Geräte möglich. Ebenso ist in einer Multisig-Wallet jede Signatur von gleicher Bedeutung, wodurch der Single Point of Failure beseitigt wird.

Transparenz

Eine Multisig-Wallet ermöglicht aufgrund ihrer dezentralen Natur Transaktionen ohne Treuhänder. Die Mitglieder der Community können die Wallet in Block-Explorern (wie Etherscan) einsehen und genau nachvollziehen, wann vertrauenswürdige Parteien Assets verschieben. Niemand kann Vermögenswerte ohne die Zustimmung aller Zeichnungsberechtigten bewegen – ein Umstand, der der Gemeinschaft das Aufspüren verdächtiger Aktivitäten in Echtzeit gestattet.

Nachteile von Multisig-Wallets

Technisches Know-how

Die Einrichtung einer Multisig-Wallet erfordert aufgrund der Anzahl erforderlicher Schlüssel und Wiederherstellungsphrasen häufig ein gewisses Maß an technischem Know-how. Eine Alternative besteht darin, einen Drittanbieter mit der Einrichtung einer Multisig-Adresse zu beauftragen, was jedoch ebenfalls zusätzliche Kosten verursachen kann.

Transaktionsgeschwindigkeit

Da eine Multisig-Wallet die Bestätigung mehrerer Parteien erfordert, sind Transaktionen häufig langsamer. Daher sind Multisig-Wallets für Communitys, die schnell oder häufig Transaktionen durchführen müssen, nicht ideal. In solchen Fällen könnte ein Teil der Gelder in eine Online-Wallet verschoben werden, während der Großteil der Mittel in Multisig-Wallets verbleibt.

Wiederherstellung von Guthaben

Die Wiederherstellung von Guthaben kann sich bei Multisig-Wallets komplex gestalten. Da die Wallet mit mehreren privaten Schlüsseln verknüpft ist, müssen Benutzer auch mehrere Wiederherstellungsphrasen von verschiedenen Geräten importieren. Die Wiederherstellung kann unter Umständen sehr kompliziert werden, wenn ein Schlüsselinhaber den Zugriff verliert oder nicht mehr erreichbar ist.

So erstellst du eine Multisig-Wallet

Während die Verwendung einer Multisig-Wallet in Verbindung mit einer Hardware-Wallet – einem so genannten „Signer“ – in der Vergangenheit durchaus Herausforderungen mit sich brachte, haben Ledger-Signer™ die Multisig-Funktionalität inzwischen erfolgreich integriert.

Erstellen einer Bitcoin-Multisig-Wallet

Für Bitcoin kannst du mit Ledger und Unchained eine Multisig-Wallet erstellen. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du dabei vorgehst:

  1. Erstelle ein Einzelkonto bei Unchained und gehe zum Tab „Keys“.
  2. Zum Erstellen deines ersten Schlüssels wähle „Ledger“ in den Optionen aus und exportiere deinen erweiterten öffentlichen Schlüssel (xPub) über den Prompt von deinem Ledger-Signer.
  3. Danach wird der erweiterte öffentliche Schlüssel auf dem Bildschirm angezeigt. Klicke auf „Next“ (Weiter), um zu bestätigen und deinen ersten Schlüssel zu erstellen. Wiederhole diesen Vorgang für die Anzahl der Schlüsselinhaber deiner Multisig-Wallet.
  4. Jetzt wechselst du zum Tab „Vault“ (Tresor), wählst die hinzugefügten Schlüssel aus und erstellst deine Multisig-Wallet.

Eine umfassende Anleitung zur Funktionsweise von Unchained in Verbindung mit Ledger findest du in diesem Artikel.

Erstellen einer Ethereum-kompatiblen Multisig-Wallet

Für Ethereum und andere EVM-Chains kannst du mit Safe (vormals Gnosis Safe) eine Multisig-Wallet erstellen. Bei Safe-Wallets kannst du mehrere Signaturgeber einrichten, wobei einer davon durch deinen Ledger-Signer kontrolliert wird.

Die Vorgehensweise ist unkompliziert: Du kannst deine Ledger-Wallet ebenso einfach verbinden wie jede andere Blockchain-App oder jeden anderen Service auch. Wenn du Safe noch intensiver nutzen möchtest, kannst du deinen Ledger-Signer auch über Ledger Extension oder sogar mit der Mobil-App von Safe und einem Ledger Nano verbinden. Ganz gleich, für welche Art der Verbindung du dich entscheidest, du kannst dich darauf verlassen, dass niemand den privaten Schlüssel zu einem Teil deiner Multisig-Wallet findet. Dadurch bleiben deine Vermögenswerte in einer Offline-Umgebung sicher verwahrt. Weitere Informationen zum Einstieg findest du im Hilfe-Center von Safe.

Die Multisig-Wallet von Ledger

Zwar sind die derzeitigen Multisig-Wallets herkömmlichen Einzelsignatur-Wallets eindeutig überlegen, doch weisen die meisten von ihnen einen grundlegenden Mangel auf: Blindsignaturen. Sie sind ungeeignet, Transaktionsdetails in eine verständliche Sprache zu übersetzen. Das hat zur Folge, dass Benutzer Transaktionen genehmigen, ohne die Details vollständig begriffen oder überhaupt gesehen zu haben.

Selbst bei Transaktionen außerhalb des Geräts werden diese Transaktionen in einer anderen Umgebung als derjenigen simuliert, in der sie signiert werden. Dennoch sind solche Simulationen nach wie vor anfällig für Spoofing und andere Online-Angriffsvektoren. Beseitigt wird dieser gravierende Mangel erst durch die Ledger Multisig-Wallet.

Die Ledger Multisig-Wallet ist eine gemeinsame Wallet, die die hardwaregestützte Sicherheit von Ledger mit einer benutzerfreundlichen Software kombiniert. Anstelle von Off-Device-Simulationen erfolgt die abschließende Bestätigung auf einer vertrauenswürdigen und isolierten Hardware mit einem Secure Display.

Ledger verbessert die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit von Multisig-Wallets erheblich, um die mit Blindsignaturen verbundenen Risiken zu minimieren. Erreicht wird das durch Clear Signing, automatisierte Transaktionsprüfungen und optimierte Verwaltungsprozesse.

Eindeutiges Signieren

Der Clear Signing-Standard von Ledger stellt Transaktionsdetails in einem leicht verständlichen Format dar und sorgt dafür, dass du über alle Transaktionen und DApps informiert bist, die deine Zustimmung erfordern. Somit wird das Secure Element im Multisig-Szenario bei Ledger zur maßgeblichen Instanz.

Was bedeutet das?

  1. Beim Versenden von Assets zeigt dein Ledger-Signer nicht nur eine Vertragsadresse und einen Datenwust, sondern die vollständige Adresse des Empfängers, den exakten Betrag und das Tokensymbol an. Darüber hinaus kannst du alle Angaben auf einem physischen Display kontrollieren, das von deinem möglicherweise kompromittierten Smartphone oder Computer isoliert ist.
  2. Jede Governance-Aktivität – ob das Hinzufügen oder Entfernen eines Signers, das Festlegen von Zeichnungsberechtigungen oder das Ändern von Richtlinien in deinem Safe-Konto – wird eindeutig definiert und transparent angezeigt. So hast du absolute Gewissheit über alle genehmigten Änderungen.
  3. Die Absicht komplexer Smart Contracts und DeFi-Interaktionen wird übersetzt und verständlich auf deinem Gerät angezeigt. Dadurch wird sichergestellt, dass du Smart Contracts und DApps direkt auf deiner Ledger-Multisig-Wallet sicher verwalten und mit ihnen interagieren kannst.

Transaktionsprüfung

Ledger Multisig setzt auf proaktive Abwehr, statt Transaktionen reaktiv zu signieren. Erreicht wird das durch eine integrierte Transaktionsprüfung – ein ausgeklügeltes, von Ledger entwickeltes Sicherheitssystem. Die Transaktionsprüfung führt in Kombination mit Clear Signing komplexe Simulationen durch, um potenzielle Risiken wie Schadadressen oder Verträge vor dem Signieren zu erkennen.

Ergebnis der Simulationen ist ein von vertrauenswürdigen Anbietern generierter Risikobewertungsbericht, der direkt an deinen Ledger-Signer gesendet wird. Das Secure Element in deinem Gerät überprüft dann kryptografisch die Authentizität des Berichts und zeigt ggf. eine unmissverständliche Warnung an.

Diese Funktion schützt wirksam vor Man-in-the-Middle-Angriffen, bei denen nach einer Simulation möglicherweise eine schädliche Transaktion eingespielt werden könnte.

Nahtloses Verwaltungskonzept

Ledger Multisig bietet robuste Sicherheit, ohne dabei an Effizienz einzubüßen. Im Grunde genommen können Unternehmen ihre Assets damit intuitiver und reibungsloser verwalten.

Beispielsweise können Nutzer mithilfe von Zero-Migration Onboarding (das auf der Infrastruktur von Safe aufsetzt) ihre Aktivitäten in Ledger Multisig fortsetzen, ohne eine Migration durchführen zu müssen. Du schließt einfach nur deinen Ledger Signer an, und er ermittelt automatisch alle deine zugehörigen Safe-Konten in den diversen Netzwerken und macht sie sichtbar.

Darüber hinaus stellt die Oberfläche von Ledger Multisig eine übersichtliche Schaltzentrale für alle Multisig-Vorgänge bereit. So kannst du die Guthaben auf allen Safe-Konten, ausstehende Transaktionen und weitere damit verbundene Aktivitäten überblicken.

Bewährte Sicherheitsverfahren für Multisig-Wallets

Zu den Best Practices, mit denen die Sicherheit einer gemeinsamen Wallet maximiert und potenziell folgenschwere Fehler vermieden werden können, gehören:

  • Verwendung einer möglichst hohen Signaturschwelle: Konfiguriere die gemeinsame Wallet so, dass möglichst viele Signaturen an physisch getrennten Standorten erforderlich sind. Je mehr Signaturen erforderlich sind, desto geringer ist das Risiko, dass ein einzelner betrügerischer Akteur Schaden anrichten kann. Außerdem wird es für Angreifer deutlich schwieriger, genügend Schlüssel zu kompromittieren.
  • Verteilung von Schlüsseln an verschiedene geografische Standorte: Wenn alle Schlüssel an einem einzigen Ort aufbewahrt werden, untergräbt das den Zweck einer Multisig-Wallet. Daher sollten die Schlüssel an verschiedenen Orten oder bei unterschiedlichen Verwahrern hinterlegt werden, um eine zentrale Schwachstelle zu vermeiden.
  • Echtzeit-Überwachung von Transaktionen: Implementiere Protokolliersysteme, um die Nutzung von Schlüsseln aufzuzeichnen, und richte Warnmeldungen für verdächtige Aktivitäten ein.
  • Verwendung von Hardware-Wallets für Transaktionssignaturen: Die Verwendung von Offline-Signaturgeräten schützt vor Hacking und potenziellen Bedrohungen aus dem Internet.
  • Durchführung regelmäßiger Sicherheitsaudits: Überprüfe deine Multisig-Einstellungen und halte sie aktuell, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Du kannst auch externe Experten mit der Durchführung von Audits und der Beseitigung erkannter oder potenzieller Schwachstellen beauftragen.
  • Regelmäßige Schlüsselrotation: Sorge dafür, die Schlüsselhalter regelmäßig zu wechseln und die Schlüssel häufig neu zu generieren, um das Risiko eines unbefugten Zugriffs zu verringern.
  • Einbeziehen unabhängiger Mitsignierer: Um mögliche Absprachen zwischen Beteiligten zu verhindern, solltest du in Betracht ziehen, vertrauenswürdige Dritte oder externe Sicherheitsfirmen als obligatorischen Signaturgeber hinzuzuziehen.

Übliche Herausforderungen bei Multisig-Wallets

Auch wenn Multisig-Wallets eine Vielzahl von Möglichkeiten und Vorteilen bieten, sind sie nicht ohne ihre Tücken. Hier einige Beispiele:

  • Komplexität und anspruchsvolle Nutzung: Das Einrichten einer Multisig-Wallet ist häufig nicht so einfach wie bei Einzelsignatur-Wallets: Es erfordert ein gewisses Maß an technischem Know-how, über das viele Nutzer nicht verfügen. Darüber hinaus kann das Verwalten mehrerer privater Schlüssel und Signaturen kompliziert sein.
  • Koordination der Signaturgeber: Damit eine Transaktion ausgeführt werden kann, müssen alle oder zumindest ein Teil der Zeichnungsberechtigten zustimmen. Das bremst die Transaktionsverarbeitung aus und kann unter Umständen zeitkritische Transaktionen verzögern oder verhindern, wenn einer oder mehrere Schlüsselinhaber entweder nicht kooperativ oder nicht verfügbar sind.
  • Aufwand: Im Vergleich zu Einzelsignaturtransaktionen erfordern Multisig-Transaktionen mit jeder zusätzlichen Signatur und jedem zusätzlichen öffentlichen Schlüssel mehr Daten. Zudem verlangen wegen der erhöhten Komplexität und Transaktionsgröße einige Blockchains ggf. höhere Transaktionsgebühren.
  • Blindsignaturrisiko: Unlautere Akteure könnten Mitzeichnungsberechtigte dazu verleiten, unwissentlich Schadtransaktionen zu genehmigen. Beispielsweise könnten Hacker simulierte, legitime Transaktionsdaten auf der Oberfläche einer Hardware-Wallet einblenden, um eine gültige Signatur für eine schädliche Transaktion zu erhalten.
  • Interne Absprachen: Eine gemeinsame Wallet ist nicht immun gegen Angriffe, die auf internen Absprachen beruhen. Bei einer M-von-N-Konfiguration können Signaturgeber, sofern die erforderliche Mindestanzahl erreicht wird, gemeinsam missbräuchliche Transaktionen genehmigen und Assets veruntreuen.

Gemeinsame Guthaben mit einer Multisig-Wallet verwalten

Ganz gleich, ob man eine DAO oder ein NFT-Projekt initiieren oder mit dem Lebenspartner einen Sparplan für den gemeinsamen Urlaub aufbauen möchte: Multisig-Wallets sind eine hervorragende Möglichkeit, Guthaben gemeinsam zu verwalten. Bekanntlich kann es zu Problemen führen, wenn man gemeinsames Kapital einer einzelnen Instanz anvertraut. Durch die Verwendung von Multisig-Wallets lässt sich das direkte Risiko einer Kooperation mit Fremden leichter reduzieren. Zudem kann man sich darauf verlassen, zentralisierte Prinzipien zu umgehen.

Multisig-Wallets sind zentrale Bausteine für eine wirksame Sicherheit in Gemeinschaften. Doch was nützen mehrere Zeichnungsberechtigte, wenn die einzelnen privaten Schlüssel nicht sicher sind? Selbstverständlich ist die Frage relevant, wo du die privaten Schlüssel deiner Multisig-Wallet verwahrst. Die Problemstellung verdeutlicht bereits, warum Multisig-Wallets und Ledger-Signer eine ideale Kombination darstellen. Die Verwendung einer Multisig-Wallet mit einem Ledger-Signer verbessert Sicherheit und Dezentralisierung – beides wesentliche Aspekte der Web3-Philosophie. Bevor du also eine neue Web3-Community gründest, solltest du die nachstehend beschriebenen Tools in Betracht ziehen, da deine Multisig-Konfiguration nur so sicher ist wie die Schutzmaßnahmen für die zugehörigen privaten Schlüssel.


Hier kommt Ledger Multisig

Ledger Multisig ist eine eigens entwickelte Sicherheits- und Governance-Ebene der Premium-Klasse, mit der du selbst Milliardenbeträge sicher transferieren kannst. Es vereint das Beste beider Welten: die Flexibilität einer Softwareplattform und die Sicherheit des branchenführenden Ökosystems von Ledger. Damit gewährleistet es unübertroffene Klarheit, Kontrolle und Konnektivität für alle Führungskräfte, die sich Fehler nicht leisten können.

Transaktionsprüfung und Clear Signing von Smart Contracts stellen maximale Transparenz für fundierte Entscheidungen sicher. Mehrparteienrichtlinien und rollenbasierte Governance bieten Benutzern echtes Miteigentum und umfassende Kontrolle. Benutzer können über ein zentrales und intuitives Dashboard Blockchain-übergreifend auf Tausende von Coins und Token zugreifen. Dieser einzigartige Ansatz schützt digitale Assets vor komplexen Angriffen und bietet einen wirklich sicheren Weg zum Verwalten digitaler Wertbestände.

Möchtest du Ledger für deine Multisig-Transaktionen nutzen? Dann lies weiter – unter multisig.ledger.com.


Der Wechsel: Von der Hardware-Wallet zum Signer

Krypto mag als mutiges Experiment begonnen haben, aber die Akzeptanz ist gewachsen, da sich die Technologie und die Benutzererfahrung rasant weiterentwickelt haben; die Sprache, die zu ihrer Beschreibung verwendet wird, ist jedoch in den Kinderschuhen stecken geblieben.

Wir nannten unsere Geräte „Hardware-Wallets“, was die Rolle der sicheren Hardware falsch darstellt und die Rolle der Software (Ledger Live) verschleiert. Unterwegs wurden Nutzer zurückgelassen.

Menschen glaubten:

  • Dieser Wert wurde auf dem Gerät gespeichert (ist er aber nicht).
  • Dass du deine Assets verlierst, wenn du das Gerät verlierst (tust du nicht).
  • Dass das Gerät selbst das Ziel war (ist es nicht).
  • Dass diese 24 Wörter eine Last waren, die nur technisch versierte Benutzer bewältigen konnten (das ist nicht mehr der Fall).

Das sind mehr als nur Missverständnisse. Das sind Hindernisse für die Akzeptanz. Wir bei Ledger glauben, dass Klarheit für die nächste Phase der Einführung unerlässlich ist.

Wir ändern, wie wir über unsere Produkte sprechen. Indem wir dies tun, verändern wir, wie Menschen digitale Eigentümerschaft an sich verstehen.

Hardware-Wallets → Signer

Ledger-Geräte speichern keinen Wert. Sie signieren Transaktionen. Sie beweisen Absicht. Sie verifizieren die Identität. Sie sind keine Vaults (Tresore), sondern die sichere Brücke zwischen dem, wer du bist, und dem, was du online tust. Sie halten nicht nur Schlüssel. Sie helfen dir, dir selbst zu vertrauen.

Wir nennen sie jetzt Signers, weil das genau das ist, was sie wirklich sind.

In einer Welt, in der KI von Tag zu Tag mächtiger wird, ist der Beweis der Menschlichkeit wichtiger denn je. Ein Signer ist mehr als ein Sicherheitsgerät, er ist dein kryptographischer Nachweis deiner Identität. Er bietet dir eine sichere Grundlage, um dein digitales Leben zu besitzen, zu autorisieren und zu schützen, ohne dich auf andere zu verlassen. Vom Versenden einer Transaktion über das Signieren eines Vertrags bis hin zum Bestätigen deiner Zugangsdaten sorgt dein Signer dafür, dass nur du deine digitale Zustimmung geben kannst – ein Beweis deiner Identität. Gemeinsam definieren Signer und Ledger Wallet, wie echtes digitales Eigentum aussieht: eindeutig, sicher und frei von Kompromissen.


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